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Seidenstraße: Start des regelmäßigen Containertransports auf der Schiene zwischen Xi’an und dem Rail Cargo Terminal - BILK

Rekordzeit: innerhalb von zehn Tagen ist der Zug von China über den Umschlagsbahnhof Záhony–Eperjeske mit der Unterstützung von ZÁHONY-PORT angekommen. Über 7000 km legte der Containerzug mit Konsumgütern zurück.

Das war der Startschuss des regelmäßigen Containertransports auf der Schiene zwischen der Stadt Xi’an – mit 13 Millionen Einwohnern – und Budapest. Auf der Seidenstraße, die durch Kasachstan und Ukraine führt, wird jetzt der Bahntransport von chinesischen Waren nach Ungarn wöchentlich vorgesehen.

Die Abwicklung der Züge wird von der Rail Cargo Group organisiert, und sobald der Zug das Gebiet der Europäischen Union erreicht, ist die Rail Cargo Operator für die operativen Tätigkeiten zuständig.

Die Organisation der kontinentalen Verbindung ist eine extraordinäre Aufgabe. Während des Transports kommt es zweimal zu einem Spurweitenwechsel und die unterschiedlichen Regelungen und Technologien des Schienengüterverkehrs müssen auch beachtet werden. Wegen den erschwerten Konditionen war vor einem Jahrzehnt noch gar keine fahrplanmäßige Zugsverbindung zwischen China und Europa vorhanden. Die zunehmende Anzahl der Geschäftsbeziehungen rechtfertigte die immer stärkere Inanspruchnahme der Seidenstraße –  vor allem wegen des Aspekts der Schnelligkeit. Obwohl die Kapazität eines Schiffes im Vergleich mit einem Containerzug ungefähr 220-mal größer ist, dauert seine Laufzeit nach Europa dreimal so lang. Das motivierte auch den Ausbau der regelmäßigen Verbindung zwischen den 34 Städten Europas und den 35 Städten von China. Zwischen dem Rail Cargo Terminal - BILK und Xi’an ist die Rail Cargo Group die erste Güterbahn, die einen Zug auf dieser Route abgewickelt hat. Der erste Probezug verkehrte über den chinesisch-kasachischen Grenzübergang Alashankou/Dostyk und erreichte Ungarn über die ukrainische Grenze via Batjevo/Eperjeske.

Die Waren aus China werden zum Teil über den Hafen Piräus, beziehungsweise über die Adriahäfen und teilweise auch über die kontinentalen Korridore nach Ungarn transportiert. Von den Seehäfen fahren durchschnittlich jeden zweiten Tag Züge nach Mitteleuropa.

In unterschiedlichen ungarischen Export- und Importrelationen ist Rail Cargo Operator - Hungaria Kft. jährlich an der Abwicklung von etwa 1600 Zügen beteiligt, und verwaltet so insgesamt eine Warenmenge von rund 120 Tausend TEU. Dadurch wird die Umwelt um 60.000 LKW-Fahrten und mehrere hunderttausende Tonnen Treibhausgasen entlastet.