Rail Cargo Hungaria bewährt sich auch in Krisensituation

Rail Cargo Hungaria als strategischer Partner der Ungarischen Regierung setzt sich für die Aufrechterhaltung der Lieferkette ein und ist darauf vorbereitet, diese Aufgabe auch unter außergewöhnlichen Umständen zu erfüllen.

Um die durch die extreme, anhaltende Dürre und die außergewöhnliche Hitzewelle ausgelöste Energiekrise zu bewältigen, hat die Regierung vom 3. bis zum 8. August 2026 Einschränkungen für den Schienengüterverkehr angeordnet. Die Maßnahme betraf elektrisch betriebene Güterzüge im MÁV-Netz, deren Betrieb täglich während des kritischsten Zeitraums zwischen 17:00 und 22:00 Uhr vorübergehend eingestellt werden musste, um den Stromverbrauch zu senken. Bei unserer Gesellschaft betraf das Fahrverbot täglich etwa 30 bis 40 Züge.

Am ersten Tag der Einschränkung haben wir zwischen 17 und 22 Uhr Stromverbrauch in Höhe von 21 MWh auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und uns damit an die entstandene Situation angepasst. Unsere Kollegen in der Zugdisposition, an den Grenzübergängen und in den Bahnhöfen haben alles getan, damit unsere Züge vor Beginn des Einschränkungszeitraums ihr Ziel erreichen bzw. während dessen Dauer in abfahrbereitem Zustand auf ihren Einsatz warten. Die Beförderung von für die nationale Wirtschaft unverzichtbaren, die kritische Infrastruktur und die Energieversorgung des Landes bedienenden Transporten (Versorgung von Kraftwerken, Raffinerien, Chemiewerken und Flughäfen) wurde auch während dieser Zeit kontinuierlich fortgesetzt und als Priorität behandelt.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass Energieeffizienz für unser Unternehmen keine einmalige Maßnahme, sondern ein fester Grundsatz unseres täglichen Betriebs ist. Durch die Rückspeisung der Bremsenergie führt unsere moderne Lokflotte mehr als 11 % der verbrauchten elektrischen Energie ins Netz zurück. Dies entspricht einer jährlichen Einsparung, die dem durchschnittlichen Jahresenergieverbrauch von etwa 4.000 Haushalten gleichkommt. Am ersten Tag der Einschränkung speisten unsere Lokomotiven fast 16 MWh Energie in das Oberleitungsnetz ein.

Neben den technologischen Entwicklungen spielt auch der menschliche Faktor eine entscheidende Rolle. Unsere Lokführer tragen durch die Anwendung des Ecodriving-Konzepts zu einem energieeffizienten und nachhaltigen Güterverkehr bei.